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Die Idee

Das Glasmuseum Steina, eingerichtet im gleichnamigen Ort, findet sich im Zentrum der Harzer Glasmacher des 16. und 17. Jahrhunderts. Von hier aus wird die Spur des Glases bis hin zur Gegenwart aufgenommen, aber auch zurückgeführt zu ihrem Anfang im alten Ägypten und Mesopotamien (rund 2000 Jahre v. Chr.). Erstaunlich, was man zu jener Zeit bereits weiß und kann.

Zu Beginn unserer Zeitrechnung herscht Rom. Es dehnt seinen Einflussbereich bis weit nach Mitteleuropa aus. Man kommt nicht nur mit Lanze und Schwert, sondern führt auch ein kunstvolles Glashandwerk ein. Mit dem Abzug der Römer (etwa im 5. Jh. nach Chr.) verschwindet dieses und muss sich in den folgenden Jahrhunderten erst wieder mühsam entwickeln.

Im Mittelalter bestimmen die Klöster über das Glasmacherhandwerk. Die Zeit gilt als finster, in die Licht nur durch Kirchenfenster Einlass finden darf. Die Gläserne Spur weist in dieser Zeit nur wenige Facetten auf.

Im ausklingenden Mittelalter, zu Beginn der Neuzeit, tut sich etwas in Mitteleuropa. Es ist die Epoche der Waldglaszeit. Handwerkszünfte werden gebildet, so auch 1406 der "Spessartbund" hessischer Glasmacher. Durch diese erhält im 16. Jh. auch der Südharz Anschluss an die Gläserne Spur. Nach etwa 150 Jahren Betrieb von zahlreichen Waldglashütten, verliert sich diese jedoch im Raum des Harzes. Aufzunehmen ist sie nach dieser Epoche in zahlreich gegründeten Glasmanufrakturen und endet in modernsten Fabrikationsanlagen zur Herstellung einer kaum überschaubaren Palette von Glasprodukten.


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